Zeitgenössische Kunst in China - Ausstellung von Rooney im HongArt Museum, Chongqing

November 2025 – Februar 2026 | On View at the HongArt Museum Chongqing

Chongqing ist keine Stadt, die man betritt.
Man taucht in sie ein.

Seit November 2025 zeigt Rooney ihre Arbeiten bis Ende Februar 2026 im HongArt Museum.
Die Ausstellung ist Teil einer internationalen Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst in China – ein Dialog zwischen Kulturen, Sprachen und Bildwelten.

Während der Vernissage und in den Tagen danach war Rooney persönlich vor Ort in Chongqing. Bereits bei der Ankunft wurde deutlich, dass diese Metropole ihren eigenen Gesetzen folgt. Ebenen stapeln sich übereinander, Straßen verschwinden im Nebel, Lichter zeichnen Linien in die Nacht. Nähe und Distanz existieren gleichzeitig. In dieser vibrierenden Verdichtung begegnete die Künstlerin ihren Arbeiten in einem neuen Kontext.

Die Werke reisten weit: von Bad Wimpfen über Hamburg bis nach Chongqing. Und sie kamen nicht als Fremde an. Im Gegenteil.
Viele Besucher:innen beschrieben ein Gefühl von Resonanz – obwohl oder gerade weil keine Worte notwendig waren.

Abstrakte Malerei als Erfahrungsraum

Rooneys Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Ruhe und Energie, zwischen organischer Form und innerer Bewegung. In den Momenten der Vernissage und in der Zeit unmittelbar danach wurde besonders spürbar, wie universell abstrakte Malerei als visuelle Sprache wirken kann.
Die Bilder erzählen nicht von etwas – sie laden dazu ein, hineinzugehen. Nähe zuzulassen. Spiel. Schweigen. Bewegung.

Beobachtbar war, wie lange Menschen vor einzelnen Arbeiten verweilten. Wie sie sich annäherten, zurücktraten, wieder näherkamen. Manche fotografierten Details, andere schlossen kurz die Augen – als würden sie den Rhythmus der Bilder nach innen holen.

Chongqing – eine Stadt, die Teil der Ausstellung wird

Chongqing selbst wurde in dieser Zeit Teil der Ausstellung.
Der Nebel, der abends die Hochhäuser verschluckt.
Der Yangtze, ruhig und mächtig zugleich.
Die Dichte, die Hitze, die Offenheit der Menschen.

All das spiegelte sich in den Räumen des Museums wider. Die Werke wirkten anders als in Europa – nicht lauter, nicht leiser, sondern eingebettet in einen größeren energetischen Kontext. Als hätten sie hier einen zusätzlichen Resonanzraum gefunden.

Nachklang – internationale Kunsterfahrung

Diese Ausstellung ist mehr als ein geografischer Ortswechsel. Sie ist ein offener Prozess, der sich über mehrere Monate entfaltet.
Die Eindrücke aus der Zeit vor Ort – Begegnungen, Gespräche, Blicke während der Vernissage und in den Tagen danach – wirken nach.

Chongqing bleibt.
In der Künstlerin.
Und in der Malerei, die daraus weiterwachsen wird.

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